Was beim Abriss von Immobilien zu beachten ist

Bauland ist zum Teil relativ knapp und es gibt immer mehr Abbruchprojekte privater und gewerblicher Immobilien, die aus den Bereichen der Fertigung, Pharma, Chemie und anderen Industriezweigen stammen können. Durch Modernisierungen, oder Stilllegungen erfolgt auf den Industriegeländen ein Rückbau und Abbruch, so dass die Fläche im Anschluss als Bauland genutzt werden kann. Das Facility Management spielt hierbei eine tragende Rolle.

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Bauarbeiter gehen zur Baustelle © Trueffelpix

In früheren Jahrzehnten bedeutete Abriss einfach, einen Bauunternehmer damit zu beauftragen, stehende Gebäude abzureißen und den Abriss auf Deponien loszuwerden. Heute treiben die Bedenken über die umweltpolitische Regulierung von Materialien in Abfällen (wie PCBs in Baumaterialien), den Umgang mit gefährlichen Materialien, die aus früheren Gebäuden im Gelände verbleiben könnten. Das Potenzial für im Boden auftretende Umweltprobleme durch Verschmutzungen nimmt einen Großteil der Kosten für ein Abrissprojekt an. Dies hat dazu geführt, dass diese Projekte zunehmend über Facility Management- oder Immobilienmanagementbüros geleitet werden, um auf das gesammelte Fachwissen in diesen Gruppen in Bezug auf Umweltfragen bei Abriss- und Stilllegungsprojekten zurückzugreifen.

Was ist bei einem Abriss zu beachten?

Obwohl das Facility Management in der Regel besser auf die Umweltbelange eingehen kann, wird es nicht immer damit beauftragt, so dass die Koordinierung des Abbruchs erschwert wird. Wenn man jedoch Experten im Facility Management befragt, so empfehlen sich für die Planung und Abwicklung von Immobilien die folgenden Schritte:

  • Wenn mehrere Abrissprojekte vorhanden sind, erstellen Sie eine eindeutige Liste mit vorrangigen Projekten. Sobald Budget vorhanden ist, können die Projekte nach und nach abgearbeitet werden.
  • Stellen Sie für jedes Abrissprojekt eine möglichst präzise Kostenschätzung auf. In bestimmten Situationen, wie z.B. nach einem Brand, müssen die Kosten ggf. neu bewertet werden.
  • Wenden Sie sich an Abriss- oder Bauunternehmen, das über das notwendige Fachwissen im Umgang mit Umweltfragen verfügt. Hierdurch können ungeplante und kostspielige Umweltprobleme oft schon im Voraus vermieden werden. Eine unsachgemäße oder ineffiziente Entsorgung von Gefahrstoffen kann zu hohen Geldbußen und steigenden Kosten führen.
  • Idealerweise wählen Sie einen Partner aus dem Bereich Facility Management, der über die Erfahrung und Größe verfügt, um das komplette Abrissprojekt zu managen

Wie Sie erkennen können ist eine gründliche Planung notwendig, wenn ein Abbruch durchgeführt werden soll und dabei ggf. auch noch Gefahrstoffe im Spiel sind. Das ist auch der Grund warum man in diesem Punkt ein professionelles Facility Management einplanen sollte.

Aufgaben beim Abriss

Wie geht man am besten mit einem Abriss um und wie kann ein professionelles Facility Management eine sinnvolle Hilfe sein? In den folgenden Punkten sehen wir uns das näher an.

Ökonomische Analyse
Zunächst einmal sollte eine Immobilienbewertung und Risikoeinschätzung vorgenommen werden. Hierbei sollte auch die Belastung von Schadstoffen ermittelt werden, da die Entsorgung von Gefahrstoffen einen erheblichen Mehraufwand und somit auch eine Kostensteigerung der Baunebenkosten darstellt. Das ist wichtig, damit eine realistische Einschätzung der Abbruchkosten erfolgen kann.

Stellen Sie einen Plan für den Abriss auf
Nach der Bestandsaufnahme wird ein Zeitplan aufgestellt. Wenn es sich um ein bisher gewerblich genutztes Objekt handelt, wird ggf. zunächst noch eine Stilllegung und der Rückbau von Maschinen und technischen Anlagen notwendig. Bei einer festgestellten Belastung mit Gefahrstoffen ist häufig noch eine Beratung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden notwendig.

Durchführung und Überwachung der Abriss-Arbeite
Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind geht es an den eigentlichen Abriss. Ein professionelles Facility Management kann bei der Durchführung unterstützen indem z.B. die Gefahrstoffvermeidung, die Reinigung und Schließung von Kanal- und Entwässerungsleitungen oder natürlich die ordnungsgemäße Entsorgung überwacht werden.

Im Anschluss kann das freigewordene Gelände zum Beispiel als Bauland für Ein- und Mehrfamilienhäuser genutzt werden.