Der Abriss von Immobilien wird immer häufiger erforderlich, um Platz für neue Bauprojekte zu schaffen. Besonders in städtischen Gebieten, in denen Bauland knapp wird, sind Abbruchprojekte von Immobilien aus den Bereichen Fertigung, Pharma, Chemie und anderen Industriezweigen weit verbreitet. In vielen Fällen wird auf den stillgelegten Industrieflächen neuer Wohnraum oder Gewerbeflächen geschaffen. Der Abriss ist jedoch nicht nur eine einfache Aufgabe, sondern erfordert präzise Planung und umfangreiche Vorbereitung – insbesondere wenn gefährliche Materialien oder Umweltrisiken im Spiel sind. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie beim Abriss von Immobilien achten sollten, und warum Facility Management dabei eine Schlüsselrolle spielt.
Inhalt
Warum ist eine gründliche Planung beim Abriss wichtig?
In früheren Jahrzehnten war der Abriss von Immobilien eine relativ unkomplizierte Angelegenheit: Ein Bauunternehmen wurde beauftragt, das Gebäude abzureißen, und die Materialien wurden auf Deponien entsorgt. Heute jedoch spielen Umweltvorgaben und der verantwortungsvolle Umgang mit gefährlichen Materialien eine zentrale Rolle. Schadstoffe wie PCB in alten Baumaterialien und Umweltverschmutzungen im Boden müssen fachgerecht behandelt werden, um gesundheitliche und rechtliche Risiken zu vermeiden.
Aus diesem Grund ist es entscheidend, dass Abrissprojekte professionell geplant und koordiniert werden. Facility Management und Immobilienmanagement spielen hierbei eine wesentliche Rolle, da sie die notwendigen Experten und Fachkenntnisse bieten, um den Abriss umweltgerecht und effizient durchzuführen.
Wichtige Schritte beim Abriss von Immobilien
Beim Abriss von Immobilien müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, um unerwartete Probleme und zusätzliche Kosten zu vermeiden. Hier sind die wesentlichen Schritte:
1. Erstellung einer Prioritätenliste für Abrissprojekte
Falls mehrere Abrissprojekte geplant sind, sollten diese nach Priorität geordnet werden. Dies erleichtert nicht nur die Planung, sondern hilft auch dabei, das Budget sinnvoll zu nutzen. Sobald die finanziellen Mittel vorhanden sind, kann mit der Abarbeitung der Projekte nach und nach begonnen werden.
2. Präzise Kostenschätzung
Für jedes Abrissprojekt ist eine detaillierte Kostenschätzung erforderlich. Besonders nach unvorhergesehenen Ereignissen, wie etwa einem Brand, können sich die Kosten verändern. Ein detaillierter Überblick über die zu erwartenden Kosten hilft dabei, finanzielle Überraschungen zu vermeiden.
3. Fachkundige Abrissunternehmen auswählen
Es ist wichtig, ein Abrissunternehmen auszuwählen, das Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Materialien und Umweltvorschriften hat. Die unsachgemäße Entsorgung von Gefahrstoffen kann nicht nur zu hohen Strafen führen, sondern auch die Abrisskosten erheblich steigern.
4. Facility Management als Partner
Facility Management spielt eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Durchführung eines Abrissprojekts. Ein professionelles Facility Management-Team sorgt dafür, dass alle relevanten Umweltvorgaben eingehalten werden und der Abrissprozess effizient und sicher abläuft.
Aufgaben und Schritte beim Abriss
1. Ökonomische Analyse und Risikobewertung
Zu Beginn des Projekts sollte eine Immobilienbewertung durchgeführt werden, um den Wert der Immobilie sowie mögliche Risiken zu ermitteln. Eine zentrale Frage ist dabei die Belastung des Gebäudes mit gefährlichen Stoffen wie Asbest, PCB oder Schwermetallen. Die Entsorgung dieser Materialien stellt nicht nur einen Mehraufwand dar, sondern kann die Baunebenkosten erheblich steigern.
2. Planung des Abrisses
Nach der Risikobewertung folgt die Planung des Abrissprozesses. Bei gewerblich genutzten Immobilien müssen eventuell Maschinen und technische Anlagen zuerst rückgebaut werden. Ein detaillierter Zeitplan ist notwendig, um alle erforderlichen Schritte, einschließlich der Stilllegung und Gefährdungsbeurteilung, umzusetzen.
3. Durchführung und Überwachung des Abrisses
Sobald der Abrissplan steht, geht es an die eigentliche Durchführung. Ein Facility Management-Team kann hier unterstützen, indem es sicherstellt, dass alle Umweltschutzmaßnahmen beachtet werden. Dazu gehören etwa die Gefahrstoffvermeidung, die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen und das Überwachen von Kanalsystemen und Entwässerungsleitungen.
4. Nach dem Abriss – Wiederverwertung des Geländes
Nach dem Abriss kann das freigewordene Gelände für verschiedene Zwecke genutzt werden, zum Beispiel als Bauland für Wohnhäuser oder gewerbliche Immobilien. Um den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten, müssen auch die Bodenqualität und etwaige Umweltbelastungen nach dem Abriss überprüft werden.
Fazit: Warum Facility Management beim Abriss von Immobilien unverzichtbar ist
Der Abriss von Immobilien ist mehr als nur eine einfache bauliche Maßnahme – es ist ein komplexer Prozess, der sorgfältige Planung und umfassende Fachkenntnisse erfordert. Facility Management ist hier der Schlüssel, um den Abriss effizient und umweltfreundlich durchzuführen und die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Durch präzise Planung, professionelle Risikobewertung und die Auswahl eines erfahrenen Abrissunternehmens können zusätzliche Kosten und unerwartete Umweltprobleme vermieden werden.