Kranstellplatz und Baustraße – Warum eine Baustraße beim Hausbau unverzichtbar ist

Beim Hausbau mit einem Fertighaus sind nicht nur die Baunebenkosten und die richtigen Materialien entscheidend, sondern auch die Logistik auf der Baustelle. Eine der wichtigsten logistischen Maßnahmen, die oft übersehen wird, ist der Kranstellplatz und die Baustraße. Denn ohne eine stabile Zufahrtsstraße und einen Kranstellplatz können Baufahrzeuge nicht richtig auf das Grundstück gelangen, was zu teuren Verzögerungen und zusätzlichen Kosten führen kann. In diesem Beitrag erklären wir Dir, warum eine Baustraße eine wichtige Investition beim Hausbau darstellt und wie Du die Kosten für den Kranstellplatz und die Baustraße richtig einplanst.

Inhalt

Warum ist eine Baustraße notwendig?Kranstellplatz

Bevor mit dem eigentlichen Fertighausbau begonnen werden kann, müssen die Fertighausteile an ihren Bestimmungsort auf dem Baugrundstück transportiert werden. Diese Teile werden in der Regel mit einem Kran auf das Grundstück gehoben. Ohne eine stabile Baustraße besteht jedoch das Risiko, dass Baufahrzeuge in weichen oder nassen Böden wie Wiesen oder Sandflächen einsinken, was zu erheblichen Verzögerungen führt. Die Bergung der Fahrzeuge kann nicht nur kostspielig, sondern auch zeitaufwändig sein, was den gesamten Bauablauf verzögert.

Ein stabiler Kranstellplatz und eine Baustraße sind daher von großer Bedeutung, um den Baufortschritt nicht zu gefährden. Der Kran kann auf einer sicheren, festen Baustraße problemlos fertige Teile des Hauses an ihren Platz heben und so den Bauprozess effizient vorantreiben.

Was kostet der Bau einer Baustraße?

Das Anlegen einer Baustraße ist in der Regel nicht mit hohen Kosten verbunden, jedoch eine wichtige Investition, die sich im Laufe des Bauvorhabens bezahlt macht. Du musst keine asphaltierte Straße anlegen – in der Regel reicht es aus, den Mutterboden abzutragen und den Boden mit Schotter oder Recyclingmaterial zu verdichten, um eine stabile Baustraße zu schaffen. Ein mobiler Kran kann auf dieser Straße problemlos arbeiten, und auch andere Baufahrzeuge können ohne Probleme das Grundstück erreichen.

Kostenaufstellung für eine Baustraße:

  • Abschieben des Mutterbodens und Lagern: Ca. 3 Euro pro Quadratmeter

  • Lieferung und Einbau des Schotters: Ca. 9 Euro pro Quadratmeter

Wenn die Baustraße für den Zugang zur Baugrube etwa 30 Quadratmeter umfasst, ergeben sich insgesamt Kosten von etwa 360 Euro für die Baustraße.

Wie kann die Baustraße später genutzt werden?

Ein zusätzlicher Vorteil der Baustraße ist, dass der Schotter oder das Recyclingmaterial später noch verwendet werden kann, um zum Beispiel einen Autostellplatz oder einen Zuweg zum Haus anzulegen. Das macht diese Investition besonders nachhaltig und praktisch, da Du den Schotter nach Fertigstellung des Hauses weiterverwenden kannst.

Fazit: Die Baustraße als wichtige Investition beim Hausbau

Die Baustraße und der Kranstellplatz sind entscheidend für einen reibungslosen Ablauf beim Hausbau. Sie stellen sicher, dass Baufahrzeuge und Kräne ohne Probleme auf das Grundstück gelangen können und verhindern unnötige Verzögerungen und Kosten durch das Einsinken von Fahrzeugen. Die Kosten für eine Baustraße sind im Vergleich zu den vielen Vorteilen, die eine solche Maßnahme bietet, gering und sollten in Deine Baunebenkostenplanung aufgenommen werden. Sie tragen wesentlich dazu bei, den Bauprozess effizient und pünktlich abzuschließen.

Auf fertighaus-kosten.org gibt es einen großen Ratgeber zum Thema